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Theater AG - Oberstufe - Viel Lärm um Nichts
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Viel Lärm um Nichts

AG Oberstufe
Spielzeit 1994/1995
Autor William Shakespeare
Aufführungen
Premiere Sa., 02.09.1995
2. Aufführung So., 17.09.1995
3. Aufführung Do., 01.01.1970

Thema des Stücks

Viel Lärm um Nichts ist eine Komödie in fünf Akten in Vers und Prosa von William Shakespeare, entstanden um 1598, uraufgeführt vor 1600; deutsche Erstaufführung der Originalfassung 1835. Die Motive der Hauptbehandlung um Claudio und Hero (Verleumdung der Heldin, ihre Verstoßung durch den Bräutigam, die falsche Nachricht ihres Todes, durch die die Aussöhnung der beiden erreicht wird) entstammen BANDELLOS "Novellen"(1554). Dieser Rückgriff auf Stoffe der italienischen Novellistik ist für Shakespeares Komödientechnik ebenso charakteristisch wie die Vertiefung des übernommenen Handlungsvorwurfs durch Kontrast-und Parallelhandlungen. So begleitet bei ihm das witzige Wortgeplänkel von Benedikt und Beatrice das Geschehen um Claudio und Hero, das im vierten Akt bis an den komödienfremden Bereich des tragischen Missverständnisses zwischen zwei Liebenden heranführt. Darüber hinaus bricht im Spiel der einfältigen Gerichtsdiener Hundsbeer und Saumseel ein Stück farcenhaft verzerrter englischer Wirklichkeit in die Aristokratenwelt von Messina ein, sodass die Problematik der Haupthandlung ironisch relativiert wird.

Much ado about nothing ist ein Intrigenstück. Nach der Rückkehr aus dem Krieg verliebt sich Graf Claudio in Hero, die Tochter Leonatos, des Gouverneurs von Messina. Als Stellvertreter des in Liebesdingen schüchternen Kriegshelden wirbt Don Pedro, Prinz von Aragon, um sie an. Nachdem diese erste wohlwollende Intrige zu einem glücklichen Ende gekommen ist, inszeniert der Bastard Don Juan, Pedros Halbbruder, aus unmotivierter, teuflischer Bosheit gemeinsam mit seinem Dienern Borachio und Conrado ein abgefeimtes Schurkenstück, das Claudio von der Untreue seiner Braut überzeugen soll. Die nächtliche Verkleidungsszene, in der Borachio als erfolgreicher Liebhaber agiert, erfüllt ihren Zweck, und Claudio klagt am nächsten Morgen, mitten in der Hochzeitsfeier, seine Braut der sittlichen Verderbtheit an. Auch Benedikt, der wackere Soldat in Höflingskleidern, und Beatrice, die schlagfertige Kusine Heros, fallen einem-allerdings harmlosen- Täuschungsmanöver Don Pedros und seiner Kumpane zum Opfer: Zwei symmetrisch angelegte und sorgfältig inszenierte Belaschszenen sorgen dafür, dass Benedikt annimmt, Beatrice habe sich unsterblich in ihn verliebt und diese wiederum sich von Benedikt geliebt glaubt. Sich selbst können nun beide ihre Liebe eingestehen, ohne dass sie sich zunächst von ihrer immer wieder beteuerten Liebesskepsis und Ehefeindlichkeit distanzieren müssten. Denn der eine redet sich ein, den anderen nur aus Mitleid zu lieben. Die Lösung der Verwirrungen, die das glückliche Ende ermöglichen, muss in dieser ganz der Täuschung ausgelieferten Welt von Wirklichkeit von Wirklichkeitssphären von den Narren ausgehen, die die Schurkerei des Don Juans aufdecken, in dem von Pater Franziskus personifizierten Bezirk der Gnade. Er ist der positive Bezugspunkt, an dem Claudios Kleingläubigkeit und Zynismus gemessen werden müssen, während die Entlarvung Don Juans ausgerechnet durch die einfältige Wachmannschaft Hundsbeers ein ironisches Licht auf die eingebildete Klugheit der Aristokraten wirf. In seinem intuitiven Glauben an Heros Unschuld lässt der Pater die Nachricht von ihrem Tod verbreiten, um sie, nachdem Erweis ihrer Treue dem beruhigten Claudio neu erstehen zu lassen: Sie wird diesem als eine Nichte Leonatos zugeführt, die er zur Sühne heiraten soll. Die Enthüllungsszene klingt in einem Tanz der liebenden Paare aus, der noch einmal das zentrale Thema der Komödie, den Triumph der Wahrheit und der Liebe über Schein und Täuschung sinnfällig macht.

Beteiligte


Schauspieler
Name Rolle Zusätzliche Aufgabe
Annette Schmidt Beatrice /
Britta Macke Benedikt /
Anja Nieters Don Pedro /
Petra Müller Claudio /
Matthias Möller Don Juan Bühne
Ines Hilm Hero /
Jan Knelangen Leonato /
Christian Schnieders Antonio /
Lien Pham Ursula /
Hildegard Prins Margaretha /
Thomas Beckmann Balthasar /
Daniel Fischer Borachio Bühnenbau
Melanie Gatzemeier Conrado /
Hendrik Wolken Bote Bühnenbau
Mario Konen Pater Franziskus Bühnenbau
Karoline Hünermann Hundsbeer /
Christiane Ott Saumseel Plakat
Mario Konen 1.Wächter /
Hendrik Wolken 2.Wächter /
Thomas Beckmann Küster /
Johannes Eisenbarth Junge /
Martha Morawsky Statist (Ballszene) /
Renke Seeliger Statist (Ballszene) /
Johannes Eisenbarth Statist (Ballszene) /
Shakesbeer, das Kaninchen Statist (Ballszene) /
Renka Seeliger Kostüme /
Anja Möller Kostüme /
Jürgen Thom Regie /

Souffleuse
Name Zusätzliche Aufgaben
Kerstin Schultejans /

Technik
Name Zusätzliche Aufgaben / Technikbereich
Isabelle Drosten /
Daniel Stuckmann /

Musik
Name Instrument
Michael Schrant Schlagzeug
Henning Rülander Gitarre
Ingo Gebbeken Bassklarinette
Raimund Berens Gitarre
Ansgar Dulle Klavier

Bühnenbau
Name Zusätzliche Aufgaben
Daniel Fischer /
Mario Konen /
Hendrik Wolken /
Matthias Möller /